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Messgeräte-Aufsteller

posted by: Arnulf
Erstellt: 03 Januar 2015
Zugriffe: 1696

Bewertung: 4 / 5

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Status:
Abgeschlossen
 
Projektkosten:
0,56 €
 
Kontakt:
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  Team:
ad
 
Finanzierung:
privat
 
Zeitraum:
ca. 4 Stunden
 
Projektsponsoren:
keine

 

 

 

 

 

Bei meinem Digitalmultimeter ist durch unsachgemäße Behandlung der Messgeräte-Aufsteller abgebrochen.

 

 

Mit Hilfe der Software "Sketchup Make" konstruierte ich den Aufsteller nach und plottete ihn anschließend auf einem 3D-Drucker.

Vorgehen

Mein erster Ansatz war, dass ich ein "sehr einfaches" Modell des Aufstellers in Sketchup erstellte, um das defekte Bauteil zügig auszutauschen.

Mit Hilfe eines Messschiebers (UnProfis sagen auch Schieblehre dazu und werden deshalb von der Fachwelt belächelt...) habe ich die Maße vom defekten Original auf das Modell in Sketchup übertragen. Dabei benutzte ich meist die Funktionen, bei denen ich nicht die Maus für Längen-Angaben positionierte, sondern gab diese in das Textfeld über den Ziffernblock direkt ein.

Das erste Ergebnis war ein etwas klobiges Abbild des defekten Aufstellers.

Messgeräte-Aufsteller by AD by yoso on Sketchfab

Einige Ungenauigkeiten - ein paar Maße hatte ich einfach geschätzt - musste ich mit Hilfe einer Schlüsselfeile und eines Klingenmessers nachbearbeiten.

Schließlich montierte ich das gedruckte 3D-Resultat in mein Digitalmultimeter. Nach einer Reihe von verschiedenen Schritten der Nachbearbeitung war der "Rohling" funktionsbereit. Jedoch hat das Einpassen mit "Nachdruck" zu dem gleichen Abscheren, wie beim Original, geführt.

Die Erkenntnis daraus war zum einen, dass das konstruierte Modell zu ungenau war und zum anderen, dass ich die mechanischen Funktionselemente noch nicht wirklich verstanden hatte.

Also machte ich mich daran das 3D-Modell zu detaillieren. Dabei gab ich den Messschieber nicht mehr aus der Hand und bemühte mich auch die Zehntel Millimeter über den Nonius genau abzulesen.

Das Resultat wurde diesmal mit dem "Makerbot 5th Generation" ausgedruckt. Dieser zeigte ein paar Schwächen, bei denen er Fehlstellen im Druckbild erzeugte. Mit Hilfe "Anhalten" des Druckers und Abschaben der Fehler mit dem Klingenmesser wurde das Ergebnis gerettet. Leider gab es im finalen Druck an exponierten Kanten auch ein paar Verstärkungen, die ebenfalls mit dem Klinkenmesser abgeschabt werden mussten.

Bei dem erneuten Einbau des Druck-Ergebnisses verlief diesmal alles nach Plan. Während des Einpassens des Halters hatte ich erkannt, dass in der Konstruktion an der Drehachse keine rechtwinkligen Kanten sondern eher Radien benötigt wurden. Kurzerhand hatte ich diese mit einem Klinkenmesser nachbearbeitet. Insgesamt glaube ich daran, dass das detaillierte Nachbearbeiten - insbesondere des METEX-Schriftzuges, zu dem Gesamterfolg beigetragen hat ;-)

Die händisch überarbeiteten Radien habe ich inzwischen auf mein 3D-Model übertragen (
Link). Außer der Arbeitszeit sind kostenseitig nur die 8 ct/g Materialkosten damit insgesamt 56 ct im Fablab-Bayreuth entstanden!

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