HIER Arduino-Day-2017-Nachlese

 
Offene Hightech-Werkstatt
Oberfranken

Dein eigenes Projekt!
 
Du hast eine coole Idee, die Du gerne umsetzen möchtest? Vielleicht findest Du im FabLab Gleichgesinnte die Dich im Team unterstützen. Sprich uns an und lass uns herausfinden, wie auch Du zum Maker wirst. (Kontakt)
 
Die Dokumentation bereits durchgeführter Projekte bietet die Möglichkeit, aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Eine wichtige Säule der Charta des FabLab-Erfinders Prof. Neil Gershenfeld. Zum online Erstellen einer Projektdokumentation ist eine Benutzeranmeldung erforderlich.
 

Dekor für KTM 990 SM

posted by: fablab
Erstellt: 24 Oktober 2016
Zugriffe: 327

Bewertung: 1 / 5

Stern aktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
  Zurück zur Projektübersicht  
Status:
Abgeschlossen
 
Projektkosten:
30-50€
 
Kontakt:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  Team:
Rainer
 
Finanzierung:
privat
 
Zeitraum:
8 Wochen
 
Projektsponsoren:

 

 

 

 

 

Erstellen eines individuellen Designs für eine KTM 990 SM. Herausfordernde Konzepterstellung, da nur ein Schneidplotter zur Verfügung steht und somit nur mit Formen und verschiedenen Farbfolien gearbeitet werden kann.
Nach der Grafikerstellung folgte das plotten und das nicht minder schwierige Aufkleben.

vorher

 

 

Ende letzten Jahres wurde eine KTM 990 SM in meinen Fuhrpark aufgenommen. An sich auch schon so ein sehr schönes Motorrad, aber für mich noch nicht individuell genug. Unten ein Bild vom nahezu Originalzustand.

Vorher

Als einfachste Variante kam mir sofort eine Umgestaltung mit Folie in den Sinn, jedoch gab es auf dem Markt keine ansprechenden Dekore. Zusätzlich waren die käuflichen Lösungen unverschämt teuer. Durch einen Freund wurde ich auf das FabLab in Bayreuth aufmerksam gemacht und dort hatte es mir sofort der Folienplotter angetan. Dieser hat nur ein kleines Manko: Er schneidet "nur" und druckt nicht, womit der Gestaltung gewisse Grenzen gesetzt waren, da verschiedene Farben nur durch verschiedene Folien realisierbar sind. Prinzipiell war das Projekt dann in drei Phasen unterteilt:

 

1. Phase - Konzeptfindung

Die Konzeptfindung war die schwierigste und langwierigste Phase. Bedingt war das ganze zu einem großen Teil durch die mangelnde Praxis mit Inkscape zum anderen im finden passender Schablonen. Inkscape war nötig, da der Plotter bekannterweise ja mit Vektoren arbeitet. Ich jedoch war bisher nur auf der pixelbasierten Seite der Fotobearbeitung unterwegs, weshalb Vektoren für mich eine völlig andere Denke erforderten und mich vor mittelgroße Probleme gestellt haben. Das Problem mit den Schablonen wurde durch eine netten Menschen aus einem Forum behoben, welcher mir sein neu gekauftes Set eingescannt hatte. Aus diesen Scans konnte ich sehr gute Vorlagen erstellen, die als Rahmen und Schnittmuster für den weiter Verlauf unschätzbare Dienste erwiesen, da mir so das eigene Erstellen von Vorlagenn erspart blieb. Das andere Problem mit Inkscape wurde durch "learning by doing" gelöst. Mit der Zeit wurden sowohl die Entwürfe als auch die Arbeitsgeschwindigkeit immer besser, auich die Einschränkung auf zwei Farben ( schwarz und weiß ) war nur noch ein geringes Problem. Nach langem gebastel und hin und her war der Entwurf final.

Schnittmuster

 

2. Phase - Plotten, Schnittmuster und Folienauswahl

Nachdem das Design soweit meinen Vorstellungen entsprach habe ich es zuerst in Einzelteile zerlegt. Jeweils nach Schwarz und weiß sortiert und möglichst platzsparend auf die Maße der Folien. Da ich nicht riskieren wollte, dass meine Vorlagen nicht passen habe ich erst einen Teil auf Papier gedruckt, ausgeschnitten und aufs Motorrad aufgelegt. Passprobe war zufriedenstellend, somit Stand der Realisierungnichts mehr im Weg - fast. Den eines war noch nicht klar, nämlich ob die im FabLab vorrätige Vinylfolie für meine Zwecke geeignet ist. Nach einem sehr netten Gespräch mit einer Dame von Orafol war ich in dem Sinne klüger, als das die Folie für Fahrzeugverklebung geeignet ist, jedoch nur maximal 2 Jahre UV-beständig ist. Für mich absolut ausreichend, denn ob mir das gnaze in zwei Jahren noch gefällt weiß ich noch nicht. Vielen Dank heir an dieser Stelle an Yomettin, der für mich ins Fablab noch schwarze und orange Folie bestellt hat! Das Plotten an sich war dann kein großer Akt mehr, jedoch für alle Nachahmer: Wenn Ihr viele Kanten und feine Sachen in euren Mustern habt, stellt die Plottgeschwindigkeit langsamer ein. Die Qualität steigt dadurch deutlich und auch das entgittern geht wesentlich einfacher vonm der Hand, da kaum mit dem Skalpell nachgeholfen werden muss. Von dieser PHase gibt es leider keine Fotos

 

3. Phase - Aufkleben

Nach dem Plotten und entgittern habe ich auf alle Muster Transferfolie aufgebracht, da ich dachte so klappt das verkleben am einfachsten. Dies ist bei großflächigen Aufklebern jedoch nicht zu empfehlen, da so nicht blasenfrei zu kleben ist. Einfacher ist es hier das ganze nass zu verkleben, Filzrakel ist auch nicht verkehrt. Bei der Folie welche im Lab ist, ist außerdem zu beachten, dass sie nicht wirklich einfach dehnbar ist. Bei meiner KTM mit den relativ glatten Flächen kein Problem, bei anderen Formen (Helm, Felge usw.) jedoch schon. Beim verkleben soltle man sich auf jeden Fall Zeit nehmen und das ganze sehr ruhig angehen. Ich habe alles mit Augenmaß verklebt und bin einigermaßen zufrieden mit dem Ergebnis, ich hoffe euch gefällts auch einigermaßen.

Nachher

Nachher 2Nachher 3

 

Fazit - Wie geht es weiter

Die Umsetzung von nur einer groben Idee bis zum fertigen Ergebnis hat mir sehr viel Spaß gemacht. Manche Ideen konnte ich zwar nicht umsetzen, aber es muss ja noch Luft nach oben bleiben. Aber wie geht es jetzt noch weiter? Zum einen habe ich wie auf den Bildern zu sehen auch schon mit dem Helm angefangen, der gefällt mir aber noch nicht so ganz. Hier ist noch ein bisschen Arbeit zu tun, da besonders die runde Form nicht gerade einfach zu bekleben ist. Aber oberste Priorität haben die Felgen, ich möchte im Felgenbett noch einen Schriftzug einkleben. Mittlerweile habe ich hierzu schon drei Fehlversuche geplottet, da hier das runde noch mit einem Steg in der Mitte kombiniert ist und die Speichen auch etwas im Weg sind. Das wird vermutlich aber ein Projekt für nächstes Jahr.

 

 

 

 

 

 
Aufwärts!